Das Tausendsasser-Kraut

Ob glatt, ob kraus, mit Petersilie wird’s ein Schmaus. Dieses Küchenkraut wird seit Jahrhunderten in der Küche verwendet. Das aromatische Grünzeug kann beinahe alles, als Gewürz ebenso wie zur Dekoration.

Bereits im alten Rom soll man gern mit Petersilie gekocht haben. Auch Karl der Große ließ das Kraut anbauen. Relativ früh wurden krause Sorten gezüchtet, um die Verwechslungsgefahr mit der ähnlich aussehenden, aber giftigen Hundspetersilie zu vermeiden. Bis heute wird zwischen der glatten Petersilie, der krausen Petersilie und der Wurzelpetersilie unterschieden. Die glatte ist nicht nur die älteste Form, sondern zweifelsohne auch die aromatischste. Schmückender hingegen ist die krause Petersilie. Nicht nur Geschmack, sondern auch Aussehen ist eben Geschmackssache.

Roh und im Bouquet garni
Petersilie wird vorzugsweise roh verwendet. Langes Kochen lässt einen Teil des typischen Aromas verfliegen, wertvolle Inhaltsstoffe gehen flöten. Dazu gehören Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Kalium sowie die Vitamine A, B und C. In der französischen Küche hingegen ist die Petersilie ein fester Bestandteil des Kräutersträußchens namens Bouquet garni. Sie wird zusammen mit Thymian, Lorbeer und weiteren Gewürzen in einem Baumwollsäckchen zum Aromatisieren von Eintöpfen und Bouillons mitgekocht.

Bei Magenweh und Knoblauchduft
Petersilie würzt nicht nur, sondern tut auch der Gesundheit gut. Sie soll gegen Magenverstimmungen und Blähungen wirken und die Magensäure sanft neutralisieren. Sie kann belebend sein und Erkältungskrankheiten entgegenwirken. Ein Brei aus Petersilienblättern, Salz und Öl kann Zahnschmerzen lindern. Auch allen Knoblauchfans sei dieses Kraut ans Herz gelegt, denn wenn man es zerkaut, hilft es gegen Mundgeruch. Am besten: Hauptgericht mit Knoblauch, dazu Salat mit Petersilie!

Tipps

Fast überall
Petersilie würzt Salate, ist Bestandteil der Frankfurter Soße, passt ins Pesto, in die Kräuterbutter oder in den Quark, verfeinert Suppen, Fisch- und Fleischgerichte und macht sich wunderbar als kleine Deko auf Salzkartoffeln.

Aus der Gefriertruhe
Petersilie lässt sich gut einfrieren. Im eisigen Zustand zerbröseln die Blättchen auf Druck und lassen sich gut portionieren.

Empfindliches Pflänzchen
Das Kraut verlangt nach einer gewissen Sorgfalt, damit es im Topf oder Beet überlebt. Die lange Keimdauer erklärte man im Mittelalter damit, dass die Petersilie erst siebenmal zum Teufel fahren müsse, ehe sie keimt.