Obststerne zum Fest

Die Sternfrüchte gibt es das ganze Jahr im Handel, aber nie passen sie mit ihrer Form so schön wie jetzt. Über dieses exotische Obst gibt es vieles zu berichten.

Sternfrüchte lieben es sonnig und warm. Daher wachsen sie in tropischen und subtropischen Ländern wie Malaysia, Indien, Kolumbien, Thailand und Brasilien. In Südostasien liegt auch die ursprüngliche Heimat dieser länglichen, gerippten Früchte. Dort wird die Frucht nicht nur wegen ihrer kulinarischen Eigenschaften seit Jahrhunderten verwendet, sondern auch zur Unterstützung der Wundheilung und zur Senkung von Fieber. Süßsauer im Geschmack In den vergangenen Jahren ist die Sternfrucht auch in Europa in Mode gekommen und heute überall im Handel erhältlich. Die Früchte werden früh geerntet und reifen auf dem Transport nach. Der Wechsel von grüner zu tiefgelber Schalenfarbe zeigt den Reifegrad der Frucht an. Vollreife Sternfrüchte duften nach Jasmin und schmecken süßsauer. Sie enthalten viel Vitamin C, Provitamin A und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Zudem stecken in ihnen viele organische Säuren, allen voran die Oxalsäure. Menschen mit empfindlichem Magen oder Nierenproblemen sollten beim Verzehr etwas vorsichtiger sein. Mehr als nur Deko Wie Kakao- und Papayafrüchte wachsen Sternfrüchte direkt aus dem Stamm und den Ästen. Botaniker rechnen sie zu den Beerenfrüchten. Roh schmecken Sternfrüchte gut in Obstsalaten und machen sich hervorragend als essbare Dekoration auf Salat- und Käseplatten. Kompott und Konfitüren geben sie einen dezent exotischen Geschmack. Weichgekocht lassen sie sich gut zu Chutneys verarbeiten: Mit einer Gabel zerdrücken, nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Ingwer, Curry und Zucker würzen – fertig ist ein pikantes Chutney, das wunderbar zum Festtagsbraten und Fleischfondue passt.

Tipps

Reifezeichen
Etwas bräunliche Kanten der Sternfrucht zeigen an, dass die Früchte vollreif sind. Sie sollten dann umgehend gegessen werden. Eventuell die braunen Stellen abschneiden.

Schale kann dranbleiben
Früchte gut waschen, nicht schälen. Je nach Rezept in Scheiben oder Stücke schneiden, roh genießen oder garen.

Nicht einfrieren
Gekühlt sind Sternfrüchte einige Tage haltbar. Zum Einfrieren eignen sie sich nicht, denn ihr Fruchtfleisch wird dann weich und der Saft geht verloren.

Blanke Beschläge und Gefäße
In Asien wird Sternfruchtsaft gern zum Reinigen von Messing verwendet.

Experiment im Blumentopf
Kerne der Sternfrucht in Blumenerde stecken. Mit Frischhaltefolie abdecken, feucht und warm  halten. Mit etwas Glück sprießt bald eine kleine Sternfruchtpflanze mit dunkelgrünen Fiederblättern.