Schälen und Genießen: Orangen werden meist frisch gegessen. Aber sie machen sich auch gut zu deftigen Gerichten wie pikanten Salaten und im Wirsingeintopf.
Unser Tipp: Ausprobieren!

Als vor rund 500 Jahren in Europa diese herrlich saftigen Früchte so richtig in Mode kamen, baute man mit Begeisterung ganze Häuser für sie. Es waren schöne Gebäude mit großen Fenstern – die sogenannten Orangerien. Sie schützten die kälteempfindlichen Orangenpflanzen vor dem kühlen Klima. Die berühmteste und größte Orangerie ist die in Versailles. 1.200 Orangenbäume in silbernen Kübeln sollen hier gestanden haben. Heute sind Orangen mit Abstand die beliebtesten Zitrusfrüchte. Unter den Anbauländern ist Brasilien absoluter Spitzenreiter. Bei Markant kommen die Orangen jetzt aus Spanien. Das übrige Jahr werden sie aus Südafrika und Südamerika importiert.

Der Apfel aus China
Heute heißt die Orange fast überall im deutschsprachigen Raum Orange. Bis vor einigen Jahren war, insbesondere in Norddeutschland, auch der Name Apfelsine gebräuchlich. Apfelsine heißt übersetzt „Apfel aus China“. Der Handel unterscheidet zwischen Orangen, Navelorangen, Blutorangen und Bitterorangen (Pomeranzen). Letztere haben als Frucht im Handel kaum Bedeutung, wohl aber bei der Herstellung von Orangeat, Orangenmarmelade, als Zutat zum Curaçao-Likör und in der Parfümindustrie. Orangensaft ist, neben den frischen Früchten, das wichtigste Orangenprodukt auf dem Weltmarkt.

Am liebsten pur
Orangen betören die Sinne. Dazu liefern sie viel Vitamin C, das gut ist fürs Immunsystem, die Knochen, die Zähne und das Bindegewebe. Die B-Vitamine in Orangen bringen den im Winter etwas langsameren Stoffwechsel auf Touren. Zusammen mit Mineralien wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen sind Orangen alles in allem einfach sehr gesund.

Infos

Beste Sorte zum Essen
Navelorangen sind kernlos und haben ein goldgelbes, saftiges und süßes Fruchtfleisch. Ihr Erkennungszeichen ist der „Nabel“, eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Ausbuchtung, unter dem eine kleine Zweitfrucht liegt.

Saftorangen und Blutorangen
Die gewöhnlichen Orangen (auch Blondorangen) werden hauptsächlich zur industriellen Saftherstellung verwendet. Blutorangen sind innen wie außen rotpigmentiert und schmecken kräftiger.

Intensives Aroma
Mit Orangenöl werden Getränke und Süßwaren aromatisiert. Es steckt in Kosmetika und Duftlampen, in biologischen Holzschutzmitteln und in Lackverdünnern.

Vater und Mutter
Die Orange ist vermutlich aus der Kreuzung einer Mandarine mit einer Pampelmuse entstanden.