Schon probiert?

Dieses Früchtchen ist der leckere Beweis, dass es auch in der Gemüsezüchtung immer wieder echte Neuheiten gibt. Die Kumato ist eine Tomate – nur dunkler, fester und sehr aromatisch.

Tomaten gehören in Europa zu den beliebtesten Gemüsesorten. Der Variantenreichtum ist entsprechend groß. Mit der Kumato ist ein echter Coup gelungen. Sie sind saftiger und dennoch fester als viele bekannte Tomatensorten. Sie sind unempfindlicher beim Transport und länger haltbar. Ihr Aroma ist besonders intensiv: ein süßlicher Geschmack mit einer feinen säuerlichen Note. Kumatos haben zwar die Form gewöhnlicher Tomaten, sind aber dunkler gefärbt.

Eine echte Europäerin
Laut den Züchtern ist die Kumato ein Zufallsprodukt der Natur. Einem Gemüsebauern in Spanien fielen in den 1970er-Jahren am trockenen Rand seiner Felder Tomaten auf, die viel dunkler und süßer waren als alle anderen. In jahrzehntelanger Anbauund Kreuzungsarbeit mit europäischen Tomatensorten gelang es, die Hybridsorte Kumato zu züchten.

Ein amerikanischer Agrarkonzern meldete schließlich das Patent dafür an und ließ den Namen schützen. Seitdem wird die Frucht in Europa und Kanada angebaut und ist auch hierzulande mittlerweile ganzjährig erhältlich.

Von innen nach außen
Eine weitere Besonderheit der Kumato ist ihre Reifung. Ähnlich wie Avocados und Mangos reifen Kumatos von innen nach außen. Im Inneren sind sie leuchtend rot, zur Schale hin werden sie dunkler. Damit sind sie ein echter Hingucker in Salaten und auf kalten Platten. Trotz aller Unterschiede gleichen sich Kumatos und Tomaten in einem Punkt: Sie sind herrlich lecker und vielseitig zu verarbeiten. Hohe Gehalte an Vitamin A und C sowie sekundären Pflanzenstoffen, allen voran Lycopin, machen sie zu einem sehr gesunden Gemüse. Fazit: Kumatos unbedingt bald probieren!

Tipps

Salat, Soßen, Suppen und mehr
Kumatos können in allen Rezepten verwendet werden, in denen Tomaten passen, also in Salaten, Soßen, Suppen, Gemüsepfannen und vielen weiteren Gerichten.

Gut gefüllt
Kumatos haben eine relativ feste Schale. Dadurch eignen sie sich sehr gut zum Füllen zum Beispiel mit Hackfleisch oder Frischkäse.

Nicht in den Kühlschrank
Wie alle Tomaten mögen Kumatos keine Kälte. Mehr Aroma behalten sie bei Zimmertemperatur.

Öl als Türöffner
Die vielen gesunden Inhaltsstoffe der Kumatos werden vom Körper am besten mit einem Spritzer Öl aufgenommen.

Die Sache mit dem Namen
Die Azteken sollen der Tomate den Namen „xictomatl“ und später „tomatl“ gegeben haben. Der wissenschaftliche Name Lycopersicon bedeutet „Wolfspfirsich“. Warum die Kumato nun so heißt, wie sie heißt – wer weiß?