Spargel

Saisongemüse par exellence

Die Spargelsaison ist in vollem Gange. Mit Butter, weißer Soße, mit Schinken, im Salat, in der Suppe – wer die Klassiker bereits durchprobiert hat, bekommt auf der nächsten Seite neue Anregungen!

Jetzt im Mai, wenn die Sonne die Böden jeden Tag ein bisschen mehr erwärmt, fühlt sich Spargel besonders wohl und wächst kräftig. Morgens und abends gehen die Erntehelfer die Erdwälle auf den Feldern ab und stechen die weißen Stangen, bevor sie ans Licht kommen. Vorsichtig werden sie in Kisten gelegt, zum Hof gefahren, gewaschen, sortiert, verpackt und zum Kunden gebracht. Der Spargelanbau ist mühevoll, die Saison kurz. Gut nachvollziehbar, dass hiesiger Spargel zu den hochpreisigen Gemüsesorten zählt.

Die Grundsatzfrage

Eine Frage bewegt regelmäßig die Gemüter von Spargelessern: Sollten die Stangen aufrecht oder im Liegen gekocht werden? Die Antwort: Es kommt darauf an. Im hohen Spargeltopf wird schonend mit wenig Wasser gekocht. Die zarten Spargelköpfe, die eine kürzere Kochzeit benötigen, garen unter geschlossenem Deckel im Dampf. Doch auch in einem größeren Topf und einer länglichen Kasserolle lässt sich das Gemüse wunderbar zubereiten. Viel wichtiger ist: Der Topf sollte nicht aus Aluminium sein, da sich Spargel darin grau färben kann.

Eine Frage des Lichts

Der botanische Name „asparagus“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „junger Trieb“. Aus teils meterlangen Wurzeln der Pflanze wachsen Knospen an die Erdoberfläche, um dort Triebe zu bilden. Wenn man sie ließe. Die Knospen bleiben so lange weiß, bis sie das Tageslicht erblicken. Durch das Sonnenlicht werden Pflanzenfarbstoffe gebildet. Der Trieb wird am oberen Ende violett und später grün. Die Farbe von Spargel hat also weniger mit der Sorte als vielmehr mit der Anbau- und Erntemethode zu tun. Für welchen man sich entscheidet, ist wiederum vom Geschmack und Rezept abhängig.

Tipps

So weit das Auge reicht

Die größten Spargelflächen gibt es in Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – dort, wo die Böden schön sandig und leicht sind.

Kirschen rot, Spargel tot

Der Volksmund kennt viele Sprichwörter zur Spargelsaison. Hier noch einer: „Bis Johanni (24. Juni) nicht vergessen: Sieben Wochen Spargel essen!“

Ruhe, bitte!

Nach dem Ende der Spargelsaison dürfen die Pflanzen ins Kraut schießen, Nährstoffe einlagern und Kraft sammeln für die nächste Saison.

Spargel als Ausflugsziel

Die Spargelhöfe Schleswig-Holsteins und Niedersachsens sind verbunden durch ausgeschilderte Ferienrouten. Auskünfte und Kartenmaterial über die Spargelstraßen gibt es bei den Tourismusämtern.