Die sind Spitze

Sie sind länglicher, süßer und bekömmlicher als die normalen Paprika. Die Rede ist von den roten Spitzpaprika, die vor allem außerhalb der Tomatensaison eine tolle Alternative für eben diese sind.

Die Spitzpaprika beweist einmal mehr die große Formenund Farbvielfalt ihrer Pflanzengattung. Sie ist schmaler als die bauchige Gemüsepaprika und dicker als die dünne Peperoni. Im reifen Zustand sind Spitzpaprika rot, haben meist ein kräftiges Aroma und sind mit ihrer feineren Schale leichter verdaulich als die anderen Sorten. Allen gemeinsam sind die wertvollen Inhaltstoffe, die gerade jetzt am Ende des Winters besonders guttun: viel Vitamin A und C sowie wertvolle rote Pflanzenfarbstoffe, die Anthocyane.

Tomatenrot mit viel Aroma
Die knallroten Spitzpaprika sind besonders in der kalten Jahreszeit eine willkommene Alternative zu Tomaten und anderen Sommergemüsesorten. Paprikaliebhaber mögen sie sowieso, aber auch Kinder und Gemüsemuffel lassen sich meist von Spitzpaprika locken, da sie etwas süßer sind als die anderen Paprikaverwandten. Spitzpaprika gehören zu den Gemüsesorten, die erst in den vergangenen Jahren hierzulande im Gemüseregal aufgetaucht sind. In den Mittelmeerländern stehen sie schon lange auf dem Speisezettel, was auch an der Vielzahl leckerer mediterraner Zubereitungsvarianten abzulesen ist.

Leckere Abwechslung garantiert
Es mag an der Heimat in Mittel- und Südamerika liegen, dass dieses leuchtende Gemüse besonders gut zur leichten Küche passt. Empfehlenswert ist die Kombination mit den sogenannten Supergrains Couscous, Bulgur, Polenta und Hirse. Die Getreideprodukte machen sich gut als alternative Beilagen, wobei Couscous und Bulgur als Weizenprodukte Gluten enthalten, während Polenta und Hirse glutenfrei sind. Geschnittene Spitzpaprika, mit Couscous, Olivenöl und Lauchzwiebeln vermengt, sind eine gesunde Mahlzeit und eignen sich zum Beispiel prima zum Mitnehmen zur Arbeit. Ausprobieren!

Tipps

Zwei bis drei Tage
Lange Aufbewahrung geht auf Kosten von Aroma, Vitaminen und Farbe. Lieber schnell verzehren.

Unkompliziert
Spitzpaprika benötigen keine langen Vorbereitungszeiten und sind im Handumdrehen fertig auf dem Teller.

Die Schote ist eine Beere
Die Paprikafrucht, die umgangssprachlich meist als Schote benannt wird, ist botanisch gesehen eine Beere.

Vielfältig und bunt
Spitzpaprika lassen sich mit Hackfleisch, Käse oder gewürfeltem Fisch füllen, überbacken, ergeben leckere Antipasti und verfeinern das Omelett.

Schälen, abschrecken, rösten
Noch bekömmlicher werden Spitzpaprika, wenn die Schale entfernt wird: mit dem Sparschäler, mit kochendem Wasser oder durch Rösten im Ofen.