Kleines Korn ganz groß

Risotto, Paella, Nasi Goreng, Sushi, Milchreis – kein Lebensmittel wird weltweit so oft und vielseitig verarbeitet wie Reis. Es gibt mehr als 100.000 verschiedene Sorten. Viele davon sind auch in unseren Vorratsschränken zu Hause.

Ob als Beilage oder im Auflauf, ob eingerollt in Algenblätter oder als Einlage für Suppen: Aus der Küche ist Reis nicht wegzudenken. Grundsätzlich wird zwischen Langkorn-, Mittelkorn- und Rundkornreis unterschieden. Um dem Namen gerecht zu werden, muss ein Langkornreis eine Länge von sechs bis acht Millimetern aufweisen. Der wohl bekannteste Reis ist der Langkornreis namens Basmati. Er wächst vor allem in Indien und Pakistan, am Fuße des Himalaya. Ebenfalls ein Langkornreis, aber aus Thailand stammend, ist der Jasminreis. Aufgrund seines blumig-süßlichen Geruchs wird dieser Reis auch Duftreis genannt. In der Regel wird bei diesen beiden Sorten für den besonders zarten Genuss die sogenannte Silberhaut, die viele Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthält, entfernt. Der Gegenspieler dazu ist der Naturreis, auch Vollkornreis genannt. Er besitzt deutlich mehr Ballast-und Vitalstoffe als sein polierter Bruder, benötigt aber auch eine längere Garzeit. Der Rundkornreis wird meist für Milchreis oder Risotto verwendet. Er wird beim Kochen besonders sämig. Aber auch Mittelkornreis, der beispielsweise in der Paella seinen festen Platz hat, eignet sich durch seine Saugfähigkeit für diese Speisen. Und wer es mal besonders mag: Anstelle von Reis sind zum Beispiel Quinoa (auch Inka-Reis genannt) oder Reisalternativen aus der kalorienarmen Konjakwurzel schmackhafte Alternativen.

Tipps

Schnell aufessen
Gekochter Reis ist leicht verderblich. Gut verschlossen hält er sich maximal zwei Tage im Kühlschrank. Einfrieren ist kein Problem.

Passende Portion
Die richtige Menge Reis? Eine heikle Angelegenheit. Die Faustregel: Eine große Handvoll pro Kopf reicht aus.

Reis bringt Glück
Reis steht für Fruchtbarkeit. Das Reiswerfen nach einer Trauung soll dem Brautpaar Kinderreichtum bescheren.

Reis gegen Feuchtigkeit
Ein paar Reiskörner im Salzstreuer verhindern das Verklumpen. Die Stärke der Reiskörner zieht die Feuchtigkeit an und schließt diese ein.

Richtig lagern
Beim Reis gilt dasselbe wie bei anderen Getreidesorten: Er sollte möglichst trocken, dunkel und kühl gelagert werden.