Glatte Glanzstücke

Die Sommermonate sind die Hauptsaison der Nektarinen. Frisch von den Bäumen im sonnenverwöhnten Italien kullern sie in die hiesigen Obstschalen und bringen saftige Süße mit.

Obwohl Nektarinen eng mit den Pfirsichen verwandt sind, haben sie in der Verbrauchergunst mittlerweile die Nase deutlich vorn. Ihr glänzendes, glattes Äußeres verlockt zum Reinbeißen. Dadurch, dass sie insgesamt etwas fester sind, droht auch keine Saftkleckerkatastrophe – will heißen: Nektarinen lassen sich gut aus der Hand essen, unterwegs, im Büro und am Strand.

Von Nektarinen, Pflaumen und Pfirsichen
Lange Zeit nahmen Botaniker und Züchter an, die Nektarine sei eine Kreuzung aus Pfirsich und Pflaume. Inzwischen weiß man es besser. Nektarinen sind tatsächlich eine zufällige Laune der Natur, entstanden durch eine Mutation des Pfirsichs. Dieses genetische Phänomen beschreibt eine spontan auftretende Veränderung im Erbgut. Nektarinen und Pfirsiche sind so eng verwandt, dass an einem Nektarinenbaum Pfirsiche wachsen können und umgekehrt.

Pur, auf Torten, gegrillt und gebraten
Die meisten Nektarinen werden gleich pur aus der Hand gegessen. Mit dem süßsäuerlichen Aroma und dem saftigen Fruchtfleisch passt dieses Steinobst zu süßen ebenso wie zu herzhaften Gerichten. Die Klassiker sind sommerliche Obstsalate, Quarkspeisen, Müslis, Milchshakes und Smoothies. Nektarinen sind außerdem ein guter Belag für Kuchen und Torten. Man kann sie zu Konfitüren einkochen, und jedem Rumtopf verleihen sie ihren sonnigen Sommergeschmack. Überraschend gut sind Nektarinen in herzhaften Gerichten. So geben kurz angebratene Nektarinenscheiben mit süßscharfer Chili-Honig- Soße einem Rucola-Salat einen ganz neuen Dreh. Und wer hat Pizza mit Ziegenkäse, Erdbeeren und Nektarinen schon ausprobiert? Oder Schweinenacken mit Nektarinen-Pilz-Ragout? Nektarinen bieten einen großen Spielraum für kulinarische Kreativität. Los geht’s.

Tipps

Später Aufschwung
Schon die alten Römer kannten Nektarinen. Doch es dauerte bis in die 1960er-Jahre, bis sie in Europa gewerbsmäßig angebaut wurden, neue Sorten entstanden und die Früchte so richtig beliebt wurden.

Ruhig mit Schale
Die Schale der Nektarine ist zwar fest, kann aber gut mitgegessen werden – wie es beliebt. Die Früchte vorher stets gut abwaschen.

Der Trick mit dem Dreh
Nektarine in der Mitte durchschneiden, Hälften gegeneinander drehen und auseinanderklappen. Der Kern kann dann leicht herausgedrückt werden.

Auf Vorrat
Die Früchte halten sich einige Tage bei Zimmertemperatur und können nach und nach verzehrt werden.

In der Obstschale
Nektarinen geben das Pflanzenhormon Ethylen ab. Das lässt sie und ihre Nachbarn reifen. Deshalb lieber getrennt von anderem Obst aufbewahren.