Kaki

Knallige Frucht

Es soll Menschen geben, die noch nie eine Kaki probiert haben. In ihrer Heimat in China hingegen hat die Frucht einen ähnlichen Stellenwert wie bei uns der Apfel. Sie gehört dort zu den ältesten Kulturpflanzen.

Der Name Kaki kann erst einmal verwirren. Schließlich geht es dabei nicht um eine erdfarbene Frucht in Tarntönen. Ganz im Gegenteil. Sie kommt knallorange daher und glänzt außerdem noch. Einleuchtender mag im Vergleich dazu ihr wissenschaftlicher Name klingen: Diospyros. Das ist dem Griechischen entlehnt und heißt „Götterspeise“. Dieser Name führt allerdings alle diejenigen in die Irre, die bei Götterspeise an den roten, grünen oder auch gelben Nachtisch denken, mancherorts auch Wackelpudding genannt. Wie auch immer: Die Kaki ist eine leckere und vor allem gesunde Bereicherung des herbstlichen und winterlichen Obstangebots.

Die gesunde Südfrucht
Kakis enthalten relativ viel Fruchtzucker und sind damit schnelle und gute Energiespender. Sie sind leicht  verdaulich und bringen nur mäßig viel Säure mit. Auch empfindliche Mägen vertragen sie meist gut. Kakis können im Speiseplan von Kleinkindern eine exotische Alternative zu Möhren und Bananen sein. Allerdings nur, wenn die Früchte schön reif sind. Unreife Kakis besitzen noch viel herbes Tannin. Das ist ein pflanzlicher Gerbstoff, der leicht bitter schmeckt und auf der Zunge einen rauen, pelzigen Geschmack hinterlässt. In reifen Früchten ist das Tannin abgebaut.

Exotisch bunt
Wem die Kaki zu mild ist, der kann mit einem Spritzer Zitrone oder Orange dem Aroma auf die Sprünge helfen. Die Früchte sind knallig wie das Herbstlaub und bringen einen Hauch Exotik an grauen Tagen. Sie passen gut zu Salaten mit Roter Bete, Kohl und Möhren, bereichern den Smoothie und geben Suppen eine besondere Note. Püriert sind sie eine leckere Soßenzutat für Fleisch und Geflügel und brillieren in Süßspeisen.

Tipps

Wie eine Tomate
Gibt die Kaki auf leichten Druck nach wie eine Tomate, dann ist sie reif und optimal zum Genießen.

Mit oder ohne?
Wer mag, isst die Kaki mit Schale. Alle anderen schälen die Frucht oder löffeln sie aus wie eine Kiwi.

Nachreifen lassen
Noch feste Kaki am besten einige Tage bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, damit sie schön süß werden.

Einkochen statt einfrieren
Zum Einfrieren eignen sich Kaki nicht, dafür umso besser zum Einkochen zu Konfitüre.

Enge Verwandte
Sharonfrüchte sind eine Weiterzüchtung der Kaki mit einem intensiveren, süß-säuerlichen Aroma und deutlich weniger herben Gerbstoffen.