Klein und süß

Schoko-Linsen, Salmiak-Dragees, gebrannte Mandeln – diese verführerischen Klassiker gehören zu den Bestsellern der Flensburger Dragee-Fabrik. Seit 1963 kreiert Familie Frithejm die knackigen Köstlichkeiten unter dem Markennamen Agilus Dragees.

Allein dieser süße Duft, den die Mandeln, die Schokolade und das Marzipan verströmen! In der stadtbekannten Dragee-Fabrik nahe der Flensburger Förde sorgen 80 Mitarbeiter dafür, dass 250 verschiedene  Qualitätsprodukte der süßen Art die Produktionshallen verlassen.

„Neuerdings geht der Trend auch bei uns zu bio und vegan“, erzählt Juniorchef Hark Frithejm. Aber auch Klassiker wie die Schoko-Linsen mit Pfefferminz, die große und kleine Kinder schon vor fünf Jahrzehnten so liebten, gehören heute noch zu den Rennern. Wie Marzipan-Ostereier entstehen, erfuhren wir bei einem Rundgang mit eingehender Verkostung.

1. Feinstes Lübecker Marzipan dient der Eigenkreation als Rohmasse, die zusammen mit Zucker und einer geheimen Rezeptur im Marzipankneter vermengt wird. Pro Arbeitstag verarbeiten die Dragee-Experten eine Tonne Marzipan.

2. Das Marzipan wird zu langen Schlangen geformt. Daraus fertigt eine Maschine kleine Eier, die mit Staubzucker versehen werden.

3. Beim Schokolieren in der Überziehanlage bekommen die Eier eine Schicht aus flüssiger, 40 Grad warmer Schokolade. Damit die sensible Marzipanmasse nicht zerfällt, arbeitet die Maschine behutsam, während ein Luftgebläse die Schokolade abkühlt. Sobald sie fest ist, wird die Schokolade im Kupferkessel glatt und rund gerieben.

4. Für den knackigen Genuss beim Abbeißen bekommt jedes Ei einen Zuckermantel. Das geschieht beim Hartdragieren in 22 rotierenden Kesseln. Mitarbeiter tragen mit der Kelle flüssigen Zucker in über 30 hauchdünnen Schichten und in verschiedenen Farben auf. Diese gekochte Zuckerlösung rekristallisiert beim Abkühlen und bildet eine einheitliche, knackig-harte Oberfläche, die anschließend maschinell glattgeschliffen wird.

5. Täglich testen die Schichtführer stichprobenartig, ob die Qualität stimmt: Geschmack, Geruch, Aussehen – alles muss perfekt sein.

6. Damit die Eier in den Farben Gelb, Orange, Grün, Rosa und Weiß später in der Verpackung gleichmäßig verteilt werden können, mischt sie ein Kessel ordentlich durch.

7. In der typischen Eierpackung haben zwölf Marzipaneier ihren Platz. Zum Schluss geht’s noch in eine durchsichtige Tüte und dann in die Regale bei Markant, wo die bunten Leckereien dem Kunden signalisieren: „Fertig zum Vernaschen!“ Neben den Agilus-Dragees gibt es bei Markant unter der Eigenmarke Hofgut auch die Sorten Gebrannte Mandeln und Gebrannte Erdnüsse.