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Foto(s): Frederik Röh/ Henrik Matzen
Text: Kerstin Schmidtfrerick

Diese Beeren wachsen näher an der Sonne als alle anderen Früchte. In bis zu 30 Metern Höhe hängen Datteln in großen Trauben und sammeln mit jedem Tag mehr Süße in sich. Dattelpalmen gedeihen in den heißesten und trockensten Wüstenregionen von Marokko bis Pakistan. Sofern die Wasserversorgung stimmt, trotzen sie der Hitze, wachsen zu dichten Hainen heran und spenden Schatten. Sie verhindern, dass sich Wüsten weiter ausbreiten und helfen in landwirtschaftlichen Projekten dabei, Wüstenboden wieder in wertvolles Ackerland zu verwandeln.

Trendfrucht mit Potenzial
Datteln sind nicht nur besonders süß, sondern auch besonders gehaltvoll. Im Gegensatz zu vielen anderen Früchten ist ihre Haltbarkeit enorm. Werden sie erntereif in Spanschachteln verpackt, sind Datteln viele Monate später noch genießbar. In ihren Herkunftsländern tragen sie wegen des hohen Nährwertes auch den Beinamen „Brot der Wüste“. Die Früchte sind leicht verdaulich, ohne dass der Zuckerspiegel in die Höhe schnellt, und
liefern schnell Energie. Datteln sind ein beliebtes Süßungsmittel und eine Alternative zu raffiniertem Zucker. Im Gegensatz zu Honig ist Dattelsüße auch für Veganer attraktiv.

Fruchtige Note und tolles Aroma
Datteln schmecken ein bisschen nach Honig und Marzipan. Damit passen sie wunderbar in die aktuelle Jahreszeit. Sie zaubern an süße wie herzhafte Gerichte eine fruchtige Note – ob im Müsli, im Weihnachtsgebäck, im Früchtebrot oder auch im Schmortopf und Gulasch. Datteln lassen sich wunderbar
füllen, zum Beispiel mit Frischkäse oder Marzipan, und wenn man sie mit Speck umwickelt, hat man im Nu einen beliebten Tapas-Klassiker gezaubert.

Tipps

Zucker sparen
Datteln bringen viel Eigensüße mit.

Kern entfernen
Die Frucht der Länge nach einschneiden und den Kern herauslösen.

Zeit abwarten
Die Früchte trocknen bei der Lagerung weiter aus, kristallisieren und werden noch süßer und krokantweich.