Gib Saures

Zitronen sind mit das Sauerste, was die Natur zu bieten hat. Gleichzeitig zählen die Früchte zu den gesündesten Obstsorten – und zwar nicht nur wegen des hohen Gehalts an Vitamin C

Sie ist ein Wunder. Sie kann alles. Und obwohl sie sauer ist – und zwar richtig sauer –, bewirkt sie das Gegenteil: Zitronen wirken nämlich stark basisch und bringen so den Säure-Basen-Haushalt des Körpers ins Gleichgewicht. In Geflügelund Fleischgerichten verstärkt ein Spritzer Zitronensaft den Geschmack. Beim Fisch wird ein allzu starkes Aroma abgemildert. Die ätherischen Öle sind äußerst begehrt für feine Cremes und edle Parfums. Aber auch Putzmittel bekommen ihre Kraft durch Zitronenpower. Wen wundert es da noch, dass die immergrünen Zitronenbäume gleichzeitig blühen und Früchte tragen können – das ganze Jahr hindurch.

Die Sache mit dem Vitamin C
Wer an Zitronen denkt, denkt an Vitamin C. Das lebenswichtige Vitamin rettete im 17. und 18. Jahrhundert vielen Seefahrern das Leben, die sonst an Skorbut gestorben wären. Aber die absoluten Spitzenreiter in punkto Vitamin C sind Zitronen eben doch nicht. Acerolakirsche, Hagebutte, Guave und Kiwi warten mit wesentlich höheren Werten auf. Sei‘s drum: Zitronen sind trotzdem äußerst gesund. Wegen des Vitamins C, das der Körper für den Stoffwechsel braucht, und wegen der vielen Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium für gesunde Muskeln und Nerven.

Hausapotheke und Putzfee
Mit Blick auf die fantastischen Eigenschaften staunt man, wie früher je ein Tag ohne Zitronen im Haus vergehen konnte: Zitronen bekämpfen Entzündungen, sind schleimlösend, fördern die Verdauung und stärken das Immunsystem. Sie sind beruhigend und zugleich belebend, helfen bei Kopfweh, Haarausfall, Schluckauf, Durchfall und Verstopfung. Ganz nebenbei bringen sie Fenster und Geschirr zum Glänzen und sorgen im Haushalt für frischen Duft. Zitrone geht immer!

Tipps

Rund ums Jahr
Zitronen gibt es immer. Wer die Schale verwenden möchte, greift zu unbehandelten Früchten. Kühl, aber nicht im Kühlschrank lagern.

Stets griffbereit
Die Schale einer unbehandelten Zitrone abreiben, mit Zucker vermengen, ab in den Kühlschrank. Hält einige Wochen und verfeinert Kuchen, Nachspeisen und andere Leckereien.

Ganz viel Saft
Früchte kurz und fest auf der Arbeitsfläche rollen – so fließt der Saft beim Pressen noch besser heraus. Kleine, schwere Zitronen sind meist saftreicher als große.

Warm statt heiß
Die bekannte heiße Zitrone nur mit lauwarmem Wasser zubereiten, um die hitzeempfindlichen Vitamine nicht zu zerstören.