Einfach Spitze dieser Kohl

Er ist der Erste Kohl, der im Frühjahr reif wird und auf den Markt kommt: Der Spitzkohl. Er überzeugt mit seinem feinen Geschmack, enormer Vielfalt und guter Bekömmlichkeit.

Alle anderen Kohlköpfe wie Rotkohl, Wirsingkohl und Grünkohl sind bekannt und beliebt als klassische Herbst- und Wintergerichte. Der Spitzkohl als besondere Form des Weißkohls ist dagegen bereits jetzt im Mai reif. Seine Blätter sind weicher, sein Geschmack ist dezenter als bei den übrigen Vertretern der Kohlfamilie. Der Fachmann unterscheidet zwischen zwei Arten: dem frühen Spitzkohl, wie er bei Markant angeboten wird, und dem Sommerspitzkohl. Dieses Filderkraut wird in der namensgebenden Region bei Stuttgart angebaut, der Filderebene. Es ist eine festere Variante des Spitzkohls und traditionell besonders beliebt für die Herstellung von Sauerkraut.

Gesund wie alle
Eines haben alle Kohlsorten gemeinsam: Sie sind gesund und tun dem Körper viel Gutes.

Spitzkohl ist eine wertvolle Vitamin-C-Quelle und liefert Kalium. Dieser Mineralstoff ist an der Muskeltätigkeit, der Reizweiterleitung an den Nerven und der Regulation des Wasserhaushalts beteiligt. Dazu gesellen sich Folsäure und Beta-Carotin, die unter anderem die Zellerneuerung regulieren.

Auf der Überholspur
Besonders bei den Gourmetköchen hat der Spitzkohl in der Beliebtheit den Weißkohl inzwischen überholt. Auch zu Hause ist der kleinere Kohlkopf gefragter denn je. Aufgrund seiner handlichen Größe lässt er sich meist gut in einer einzigen Mahlzeit verarbeiten. Die Rezeptmöglichkeiten sind vielfältiger, als man im ersten Moment glaubt: Spitzkohl passt nicht nur für Eintöpfe, Aufläufe oder Suppen, sondern er schmeckt auch als Rohkostsalat, in Mischgemüsen und eignet sich für Kohlrouladen. Sein milder Geschmack erlaubt eine gute Kombination mit fast allen Fleischsorten und sogar mit Fisch. Mit Spitzkohl kocht es sich einfach wie ein Gourmet.