Ein Hauch von Asien

Kein Wokgemüse kommt ohne sie aus. Auch asiatische Frühlingsrollen setzen auf sie. Doch wer weiß schon, dass diese Sprossen gar nicht die Keimlinge der Sojabohne sind? Und wer kennt die Verbindung zu asiatischen Glasnudeln?

Bei dem Namen Sojasprossen könnte man meinen, es handele sich um die Keimlinge der Sojabohne. Das ist allerdings in den meisten Fällen nicht so. Die Sojasprossen, die hierzulande angeboten werden, sind die Keimlinge der Mungbohne. Sie sind knackiger, schmackhafter und bekömmlicher als die der Sojabohne. Mungbohnen sind verwandt mit anderen Hülsenfrüchten wie unseren heimischen Bohnen. Ihr größter Vorteil ist, dass sie keine Blähungen verursachen. In Indien, wo sie seit Jahrtausenden als wichtige Eiweißquelle geschätzt werden, werden sie gar als probates Mittel gegen diese Verdauungsstörungen empfohlen. Zudem sollen sie Beschwerden in den Wechseljahren mildern. Sojasprossen sind reich an Ballaststoffen, Vitamin E, Folsäure und Magnesium.

Sprossen, Nudeln und Frühlingsrollen
Die Bohne keimt leicht und gut. Der Gehalt an Nährstoffen erhöht sich im

Vergleich zur trockenen Bohne deutlich. Neben den Sprossen ist die Mungbohne auch noch in einem anderen Produkt der asiatischen Küche enthalten. Aus dem Mehl der Bohne werden Glasnudeln und der Teig für Frühlingsrollen hergestellt. Frittierte Mungbohnen gelten in ihrer Heimat als leckerer Snack für zwischendurch.

Die Portion Frische
Sojasprossen sollten stets frisch verbraucht werden, da sie schnell verderben. Vor der Verarbeitung werden die Keimlinge gründlich unter fließendem Wasser gewaschen und abgetropft. Ein kurzes Blanchieren macht sie noch bekömmlicher. Nach dieser Vorbereitung geben Sojasprossen besonders Wintersalaten mit Chicorée, Nüssen und Orangen eine Extraportion Frische. Sie passen außerdem gut zu Bratnudeln, Bratreis und Fischgerichten.