Ein Stück vom Suppenglück

Schon mal ausprobiert, Porree wie Spargel zuzubereiten? Nicht zu weich gekocht und mit einer Vinaigrette aus Nussöl und Orangensaft serviert – Das ist definitiv einen Versuch wert!

Den grünen Stangen mit den weißen Füßen kann Kälte nichts anhaben. Porree gehört zu den Gemüsesorten, die oft den Winter über auf dem Feld stehen bleiben. Der Winterporree hat im Vergleich zum Sommer- und Herbstporree breitere, festere Blätter und schmeckt intensiver. Er eignet sich hervorragend für deftige Eintöpfe, Aufläufe und als Gemüsebeilage für Fleischgerichte. Zusammen mit Sellerie, Möhren und Petersilienwurzel ist Porree eine ausgezeichnete Grundlage für alle Suppen.

Der lange, dünne Bruder der Zwiebel
Porree gehört zu den Lauchgewächsen und ist damit eng verwandt mit Zwiebeln und Knoblauch. Allerdings bildet Porree keine Zwiebelknolle, sondern steckt seine ganze Kraft in die langen, flachen Blätter. Damit der Schaft schön weiß bleibt und kein Chlorophyll bildet, werden die Samen in Furchen gelegt. Im Laufe des Wachstums werden die Pflänzchen mit Erde bedeckt. Ließe man sie blühen, würden sie hübsche lila-weiß gefärbte Kugeln bilden, die auf langen Stielen sitzen.

Tipp

Genuss ohne Sand
Stangen der Länge nach bis knapp zum Schaftende halbieren, Blätter mit den Fingern etwas spreizen und unter fließendem Wasser waschen.

Porree, Lauch und Prö
Was früher ausschließlich Porree hieß, wird heute auch Lauch genannt. Die Lübecker sagen Priselocher und Prö, die  Ostfriesen nennen ihn Porsam und Prei.

Keine Lauchzwiebel
An den breiten, flachen Blättern lässt sich erkennen, dass Porree keine groß gewachsene Lauchzwiebel ist, die schmale, röhrenförmige Blätter besitzt.

Englischer Porree
Der walisische König Cadwaladre soll vor einer wichtigen Schlacht seinen Männern Lauch an die Helme geklemmt haben, damit sie sich untereinander im Getümmel besser erkennen konnten. Er gewann den Kampf. Bis heute sind im Wappen von Wales vier Lauchstangen abgebildet.

Extrastärkung für Herbst und Winter
In den grünen Stangen stecken viele gesunde Stoffe, die stark machen für die kühlere Jahreszeit. Beta-Carotin, Folsäure, Kalium und Kalzium kräftigen das Immunsystem und den gesamten Stoffwechsel. Besonders wirksam sind die schwefelhaltigen ätherischen Öle. Sie wirken entzündungshemmend und fördern die Verdauung. Bei einem empfindlichen Magen- und Darmtrakt können sie allerdings auch Blähungen verursachen. Am verträglichsten ist Porree gebraten oder gedünstet. Oder eben wie Spargel zubereitet. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen ohne Zweifel vom Oktober bis zum nächsten Frühjahr.