Aus Kiels Weinkeller

Mitten in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt an der Ostsee ist die nördlichste Weinkellerei Deutschlands zu Haus. Bei P. Schneekloth Söhne werden in exakt temperierten Kellerräumen rund 2,5 Millionen Flaschen ausgewählten Wein jährlich abgefüllt, etikettiert und in stabile Transportkartons verpackt.

Der eine mag besonders die erfrischende Struktur eines Rieslings von der Nahe, der andere schwärmt für die vollmundigen Aromen eines lieblichen Dornfelders. Doch so unterschiedlich ihre persönlichen Weinfavoriten auch sein mögen: In der Zusammenarbeit für die Weinkellerei Schneekloth bilden Einkaufs-und Vertriebsleiter Nils Karow und Produktionsleiter Sven Harm ein durch und durch harmonisches Team. Beide freuen sich, für ein echtes Kieler Traditionsunternehmen tätig sein zu dürfen: Im Jahr 1816 gründete Peter Schneekloth, ein Seemann mit dem richtigen Händchen für guten Wein, in der Stadt an der Förde seine „Wein-, Bier- und Branntweinschänke nebst sitzenden Gästen“. Seit 1950 gehört die Weinkellerei zum Unternehmen Bartels-Langness. Ein Werbespruch von Anfang der Fünfzigerjahre brachte es auf den Punkt: „Hast Du Gäste, dann verwöhne – sie mit Wein von Schneekloth Söhne“. Die sorgfältige Auswahl der Weine und das fachkundige Abfüllen: Darauf legte man schon vor rund 60 Jahren im Hause Schneekloth größten Wert, um den Kunden – und natürlich deren Gästen – besondere Genusserlebnisse bieten zu können.

Handverlesene Auswahl
Die Weinkellerei P. Schneekloth Söhne hat sich auf deutsche Erzeugnisse spezialisiert; 52 Weine vom Chardonnay über den Gewürztraminer und den Müller-Thurgau bis zum Weißburgunder sind im breit gefächerten Sortiment zu finden. „Wir arbeiten mit vielen renommierten Winzern und Winzergenossenschaften schon jahrzehntelang zusammen“, berichtet Nils Karow, der jährlich die Lieferanten zum Beispiel in Baden, im Rheingau und an der Mosel besucht und sich von der Qualität der Arbeit vor Ort ein eigenes Bild macht. Der Einkaufs- und Vertriebsleiter schätzt die deutschen Weine ebenso wie den engen und unkomplizierten Kontakt zu den Erzeugern. „Das sind sehr vertrauensvolle Partnerschaften: Wir bekommen hervorragende Weine und geben den Winzern im Gegenzug durch garantierte Abnahmen die Möglichkeit, sich auf den Ausbau ihrer optimalen Rebsorten zu konzentrieren.“ Zu den wichtigen Terminen in der Branche gehören auch die Weinmessen, auf denen sich alle maßgeblichen Fachleute rund ums Thema Wein treffen, ihr Wissen austauschen und Trends diskutieren. Hier gelingt es Nils Karow immer wieder einmal, kleine Erzeuger mit großem Potenzial aufzuspüren – eine Aufgabe, die ihm besonders viel Spaß bereitet.

Hier kommt der Wein in die Flasche
„Der Wein ist fertig ausgebaut, wenn er hier in Kiel ankommt, und damit gleich bereit für die Abfüllung“, erläutert Sven Harm. In Schneekloths Weinkeller wird der Rebensaft gründlich kontrolliert, bevor er sanft in die Flaschen fließt. „Danach gönnen wir ihm noch zwei bis drei Wochen im Lager, damit er sich beruhigen kann“, so der Produktionsleiter. Er ist überzeugt: Diese Vorgehensweise ist für das Naturprodukt Wein von großer Bedeutung und trägt zum späteren runden Aroma bei. Sven Harm liebt seinen Arbeitsplatz, auch wenn dieser sich im Keller befindet. Die großen Räume unterhalb der Firmenzentrale von Bartels-Langness sind klimatisch perfekt für Wein geeignet und bieten zudem jede Menge Platz. Riesige Eichenfässer sorgen für Flair, auch wenn sie längst nur noch der Dekoration dienen; heutzutage wird der abfüllfertige Wein in Edelstahlbehältern gelagert. Mit den Entwicklungen der Zeit geht man auch beim Flaschenverschluss: „Zum Glück gelten Drehverschlüsse im Vergleich zum traditionellen Korken heute nicht mehr als weniger wertig“, sagt Sven Harm. Für den Wein, so sagt er, sei der moderne Verschluss sogar eigentlich der bessere. „Aber auf manche Weine gehört einfach ein Korken“, gibt er zu. Deshalb kann die Schneekloth-Anlage mit beiden Verschlusssystemen arbeiten.

Harmonische Facettenvielfalt
Was zeichnet die Schneekloth-Weine denn nun eigentlich besonders aus? Nils Karow muss für die Antwort nicht lange überlegen: „Wir sind groß genug, um exzellente Weine in den passenden Mengen zu bekommen, zugleich aber auch klein genug, sodass bei uns jede Rebsorte nur von jeweils einem Winzer beziehungsweise einer Winzergenossenschaft kommt.“ Diese feine Selektion wirkt sich auf den individuellen Charakter eines jeden Weins aus und ist längst ein geschätztes Markenzeichen geworden. „Wir sorgen so für Facettenvielfalt. Schneekloth-Weine sind allesamt angenehm zu trinken und sehr harmonisch.“

Erhältlich überall bei Markant und unter www.schneekloth.de.