Feine Frucht aus Asien

Nashis erinnern an etwas Bekanntes. Nur an was? An Birnen. Oder nein, doch mehr an Äpfel? Und die wollen doch gar nicht miteinander verglichen werden. Eine Spurensuche.

Es stimmt. Nashis gehören botanisch zu den Birnen und sind dementsprechend verwandt mit der hiesigen köstlichen Williams Christ und all den anderen mehreren Tausend Birnensorten weltweit. Die Nashi-Birnen kommen ursprünglich aus Asien, werden aber inzwischen auch in Europa angebaut. Chinesen, Japaner und Koreaner hierzulande mögen schmunzeln, wenn sie die Bezeichnung Nashi-Birne hören, denn der ist eigentlich Quatsch oder zumindest doppelt gemoppelt: Nashi ist japanisch und heißt übersetzt „Birne“. So wird also heiter von Birnen-Birnen gesprochen.

Ähnlich und doch anders
Die Form der Nashis erinnert an Äpfel, die raue Haut eher an Birnen. Doch trotz aller Verwandtschaft und Ähnlichkeiten unterscheiden Nashis sich deutlich sowohl von den einen als auch von den anderen.

Ihr milderes Aroma erinnert mehr an Melonen. Das Fruchtfleisch ist zwar saftig und schmeckt süßsäuerlich, ist aber viel fester als das von Birnen. Das hat den Vorteil, dass die Früchte vollreif geerntet werden können und dennoch längere Transporte unbeschadet überstehen. Nur so konnten sie wohl den langen Weg nach Deutschland finden, auch wenn es bis in die 1960er-Jahre dauerte. An dem eher schwach ausgeprägten typischen Birnengeschmack feilen die Züchter derzeit noch.

Wie Birnen verwenden
Nashis schmecken in allen Gerichten, in denen auch einheimische Birnen verarbeitet werden: in Obstsalaten, Nachspeisen, Smoothies, als Kuchenbelag, im Kompott und als Konfitüre. Die Früchte passen gut zu Käse und Schinken und machen sich gut in herzhaften Herbstsalaten. Auch zu klassischen Wintergerichten wie Wildbraten harmonieren Nashis hervorragend.