Weiße Runde Rübe

Lange Zeit war das Mairübchen in Europa ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Bis die Kartoffel auf der Bildfläche erschien. Da war das Mairübchen plötzlich out. Jetzt feiert es endlich sein Comeback.

Kurioserweise war das Mairübchen noch bis vor Kurzem beinahe vom Speiseplan verschwunden. Ihre Schwestern Pastinake, Steckrübe und Teltower Rübe machten hingegen in den vergangenen Jahren beachtliche Karrieresprünge. Jeder Sternekoch hofiert inzwischen diese Vertreterinnen der Rübenfamilie. Keiner spricht mehr davon, dass die Teltower Rübe als Viehfutter in Pommern angefangen hat. Jetzt ist das Mairübchen an der Reihe. Mit zartem Charme erobert es sich seinen Platz zurück.

Das Rübchen mit den zarten Blättchen
Mairübchen überzeugen mit ihrem milden Geschmack, der etwas Süßliches, aber auch etwas Scharfes hat. Sie sind wunderbar als frühlingsfrisches Gemüse zu Geflügel, als leckere Zutat in der Suppe und als knackige Rohkost in Salaten. Die Blätter der Mairübchen können wie Spinat verarbeitet werden. In manchen Regionen werden nur die Blattstiele gegessen – bekannt als Rübstiel oder auch Stielmus. Mairübchen sind eine uralte Kulturpflanze. Schon die Römer der Antike kannten und liebten sie. Sie verfeinerten ihre Speisen mit der Wurzel und würzten ihr Brot mit den Samenkörnern.

Frühlingskur für Haut und Haare
Mairübchen schmecken nicht nur knackig frisch, sondern liefern auch Stoffe, die dem Körper im Frühling besonders guttun. Die Blätter enthalten viel Karotin und Vitamin C. Außerdem stecken in der Rübe besonders viele B-Vitamine, Folsäure, Eisen und Zink. Im Zusammenspiel fördern diese Substanzen die Zellerneuerung, sind gut für die Blutbildung, stärken Haut und Nägel und sorgen für kräftige Haare. Wer Mairübchen sieht: zugreifen!

Tipps

Klein und fein
Am zartesten sind die kleinen Exemplare der Mairübchen.

Knackig und frisch
Mairübchen schmecken frisch am besten. Im Kühlschrank bleiben sie drei bis vier Tage knackig, danach werden sie schnell weich und fade.

Weiß und grün
Auch die Blätter kann man verwenden: waschen, trocknen, hacken und wie Petersilie einsetzen.

Schnell und leicht
Abspülen, dünn schälen, je nach Größe und Rezept zerteilen und etwa 10 Minuten in wenig Wasser dünsten. Auch roh sind Mairübchen ein Genuss.

Verwandtschaften
Das Mairübchen ist auch als Navette oder Weiße Rübe bekannt. Es ist eng verwandt mit der Herbstrübe und der Teltower Rübe.