Lieblinge in Leuchtfarbe

Kaum tauchen die ersten leisen Vorboten des Herbstes auf, kugeln sich in Küche und Garten wieder die Kürbisse. Der Hokkaido ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Freude.

Der kleine, knallorangefarbene Hokkaidokürbis gehört hierzulande zu den bekanntesten und beliebtesten Kürbissen. Er hat eine handliche Größe, die für eine Mahlzeit ideal ist. Sein Fruchtfleisch ist zart. Es besitzt wenig Fasern und schmeckt herbstlich nussig. Und das Allerbeste: Er braucht nicht geschält zu werden. Seine Schale wird beim Kochen butterweich und schenkt eine Extraportion Kürbisaroma.

Der Kleine macht vieles mit
Der Hokkaido kann je nach Rezept und Geschmack in verschiedenen Geschmacksrichtungen gewürzt werden. Besonders gut harmoniert er mit Ingwer und Curry; Schärfeliebhaber greifen zu Chili. Der Klassiker ist wohl die Zubereitung als Suppe. In Kombination mit Sahne oder Kokosmilch,

serviert mit frischem Brot, entsteht ohne viel Aufwand eine gute Mahlzeit. Doch der Hokkaido macht auch vieles andere mit: Auflauf, Beilage, Hauptgericht, Püree … Zu einem Hingucker wird die kleine Kugel, wenn sie gefüllt wird – mit Ragout, Gemüse oder Reismischungen.

Ein Kind der 90er
Der Hokkaido ist erst in den 1990er-Jahren im europäischen Handel aufgetaucht. Seine heutige große Beliebtheit rührt auch daher, dass er mit üppigen Nährstoffgehalten punkten kann. Er bringt viel Kalium und Betacarotin mit, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Insgesamt regen Kürbisse die Nieren- und Lebertätigkeit an und wirken sanft entwässernd. In der Naturheilkunde wird das Auflegen von frischem Kürbisfleisch auf Wunden, Entzündungen und Krampfadern empfohlen, da es schmerzlindernd und wundheilend wirken soll. Aber vielleicht das Wichtigste: Der Hokkaido schmeckt richtig lecker und ist der ideale Kürbis für Einsteiger und Kenner.