Die Nase läuft, der Hals kratzt – gerade jetzt leiden viele Menschen unter einer Erkältung. Schuld daran sind rund 200 Arten von Viren. Glücklicherweise gibt es indestens genauso viele Möglichkeiten, die unangenehmen Begleiterscheinungen zu lindern.

Erkältungsviren lauern überall: am Haltegriff im Bus, an der Türklinke im Büro oder auf der Tastatur des Geldautomaten. Sie werden durch sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Das heißt: Wenn jemand niest oder hustet, werden die Erreger eingeatmet. Oder sie geraten über die Hände an die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund und vermehren sich dort innerhalb kürzester Zeit. Der Körper reagiert sofort mit Abwehrmechanismen. Als erste spürbare Reaktion schwellen die Schleimhäute an und produzieren in den Drüsen vermehrt Sekret. Die Nase beginnt zu laufen, Hustenreiz setzt ein.

Vorbeugen
Häufiges, gründliches Händewaschen ist daher ein effektiver Schutz gegen Ansteckung. Wenn gerade kein Waschbecken in der Nähe ist, helfen Desinfektionstücher. Gerade im Winter, wenn sich viele Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten, ist die Ansteckungsgefahr besonders groß. Hinzu kommt, dass die Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet und sie in ihrer Reinigungsfunktion beeinträchtigt. Regelmäßiges Stoßlüften vertreibt Erreger und sorgt für eine höhere Luftfeuchtigkeit. So kann die Ansteckungsgefahr reduziert werden. Ebenso wichtig ist es, das Immunsystem zu stärken. Vitamin C und Zink helfen der körpereigenen Abwehr.

Kalt erwischt
Auch wenn niedrige Temperaturen an sich nicht unmittelbar Grund für eine Erkältung sind, ist Mutters Ratschlag „Zieh dich warm an!“ durchaus berechtigt. Großmutters wollene Socken tun ebenfalls beste Dienste, denn wenn der Körper auskühlt, ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Dadurch werden die Schleimhäute weniger durchblutet, die Erreger werden langsamer abtransportiert und können sich ungehindert vermehren. Also: lieber erst gar keine kalten Füße bekommen. Eine warme Pflegedusche oder ein Entspannungsbad fördern das Wohlbefinden ganz besonders.

Viel trinken
Das reichliche Trinken ist ein weiterer guter Ratschlag für die Erkältungszeit, denn durch Flüssigkeit werden auch die Schleimhäute gut versorgt. Wenn‘s einen doch erwischt hat, ist es besonders ratsam, warme Getränke, zum Beispiel einen durchwärmenden Fliederbeersaft, zu sich nehmen. Luftröhre und Speiseröhre verlaufen direkt nebeneinander, sodass die Wärme gut weitergegeben wird. Neben dem wohltuenden Wärmeeffekt verschaffen Kräutertees auch eine angenehme Linderung bei Hustenreiz. Kräuterbonbons oder Drops mit Menthol und Eukalyptus sorgen für freien Atem und wirken beruhigend auf Mund, Hals und Rachen. Für besonders beanspruchte Nasen sind weiche Taschentücher mit Balsam eine wahre Wohltat, wunde Lippen freuen sich über Pflegestifte. Der Herbst kann also ruhig kommen.