Frisch vom Feld

Jetzt im Dezember, wenn frische einheimische Salate rar sind, ist die Freude über diesen Kandidaten umso größer. Mit Feldsalat wird es feierlich. Zu Lachs, mit Entenbrust, immer.

Man wundert sich, wie so zarte Blätter so widerstandsfähig gegen Frost sein können. Unerschrocken harrt der Feldsalat auf seinem Acker aus und beglückt Salatfans im Winter mit grüner Knackfrische. Nur beim Putzen verlangt er etwas mehr Aufmerksamkeit. In den Blattrosetten kann hartnäckig Sand stecken, der später unangenehm zwischen den Zähnen knirscht. Wirksam verhindern lässt sich das nur durch gründliches Waschen. Dafür eiskaltes Wasser einlaufen lassen und den Feldsalat mehrmals vorsichtig schwenken, eventuell noch unter fließendem Wasser abspülen. Anschließend etwas trocknen, damit das Dressing nicht verwässert.

Steinalt und doch nussig zart
Bereits die Menschen der Steinzeit kannten und schätzen den Feldsalat als wertvolle Nahrungspflanze.

Allerdings wuchs der Vertreter der Baldriangewächse damals noch wild und wurde gesammelt. Wer Feldsalat im Garten hat und ihn mal in die Höhe schießen ließ, der hat sicher über die hübschen Blütenstände gestaunt, die zum Vorschein kamen. Die vielen kleinen weißlichen Blüten erinnern tatsächlich ein bisschen an den majestätischen Bruder Baldrian, nur halt in winzig.

Vom Ackerunkraut zur Winterdelikatesse
Später tauchte der robuste Feldsalat als „Ackerunkraut“ auf. Er wuchs auf und neben den abgeernteten Feldern und wurde gern als vitaminreicher Wintersalat genommen. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft verschwand er aus der Landschaft, bevor er Anfang des 20. Jahrhunderts gezielt angebaut wurde. Heute wird Feldsalat fast überall in Europa kultiviert. Jetzt im Dezember kommt er bei famila aus Frankreich.

Infos

Gut für Immunsystem und Zellbildung
Feldsalat gilt als gesündester Salat mit hohem Gehalt an B-Vitaminen, Vitamin C, Kalium und Folsäure.

Rosette mit Wurzel
Bei der Ernte wird Feldsalat unmittelbar über der Erde abgeschnitten. Einzelne Wurzeln bleiben manchmal dran. Beim Putzen entfernen!

Wohltuende Öle
Ätherische Öle verfeinern den Geschmack und tun dem Körper gut. Im Feldsalat steckt das venenstärkende und leicht beruhigend wirkende Baldrianöl.

Immer roh
Feldsalat wird stets roh zubereitet. Warme Soßen erst kurz vor dem Servieren dazugeben, sonst werden die Blätter matschig.