Die kleine Königin

Jetzt im November ist Haupterntezeit auf den Erdnussfeldern in den USA. Doch wer weiß schon, wie die Erdnuss wächst? Wer weiß, dass sie strenggenommen gar keine Nuss ist, sondern wie Erbsen und Bohnen zu den Hülsenfrüchten gehört?

Erdnüsse sind Hülsenfrüchte und wachsen auf Feldern anstatt auf Nussbäumen. Und ihr Name deutet es an: Sie sind nicht auf, sondern in der Erde zu finden. Wenn die leuchtend gelben Blüten befruchtet sind, neigen sich die unteren Zweige wie durch Zauberhand gen Boden und graben sich in die Erde. Dort wächst die Erdnuss heran.

Viel Aufwand für eine kleine Nuss
Die Reife der Früchte erkennen die Farmer am Klang der Schale beim Knacken. Ab September fahren sie mit Erntemaschinen über die Plantagen und graben die Pflanze samt Früchten aus. In den USA gibt es zahlreiche Annahmestellen, die zunächst die Qualität der Erdnüsse prüfen. Dafür sind sogenannte „Peanut Officers“ von der Regierung abgestellt.

Anschließend werden die Erdnüsse getrocknet, gereinigt und nach Europa gebracht. Dort beginnt ihre Veredelung. Sie werden geschält, geröstet, gesalzen oder anderweitig verarbeitet.

Nicht nur ein Lebensretter
Erdnüsse sind eine relativ günstige und äußerst nahrhafte Energiequelle. Sie enthalten viel gesundes Öl, große Mengen Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef sammelt Spenden für eine Erdnusspaste, um die weltweite dramatische Mangelernährung von Kindern zu bekämpfen. Die Erdnuss hat aber auch eine andere Seite. Sie kann Allergien auslösen. Grundsätzlich gilt, was schon die Großeltern rieten: alles essen, und zwar in Maßen. Das entspricht auch den neuesten Forschungsergebnissen zur Vorbeugung von Allergien.