Der Brokkoli ist in den vergangenen Jahren auf der Beliebtheitsskala stetig nach oben geklettert. Dem Blumenkohl hat er inzwischen klar den Rang abgelaufen. In den kleinen Röschen stecken wahre Wunder.

Brokkoli ist überaus gut verträglich, obwohl er ein Vertreter der Kohlfamilie ist. Er bringt gesunde Stoffe in großen Mengen mit, darunter viel Vitamin C, Provitamin A und die B-Vitamine, Bitterstoffe in bekömmlicher Dosis sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium. Unterm Strich lässt sich festhalten: Brokkoli stärkt die körpereigenen  Abwehrkräfte, fördert den Knochenstoffwechsel und beugt Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems vor.

Ein bisschen wie Spargel
Brokkoli ist vielseitig einsetzbar: als Gemüsebeilage mit etwas Mandelbutter, als Suppe vorweg oder als kleine Mahlzeit, auf der Pizza, im Auflauf und im Salat, gedünstet, gedämpft oder gekocht. Muskatnuss passt zu Brokkoli besonders gut. Der Strunk kann geschält und als Suppengrundlage mitgekocht werden. Sein Aroma ist kräftiger als das des Blumenkohls, mit dem der Brokkoli eng verwandt ist. Der Geschmack erinnert ein bisschen an grünen Spargel mit einer milden Kohlnote – daher rührt auch sein Spitzname Spargelkohl.

Rundum ein Genuss
Was wir als Brokkoli kennen und kaufen, sind die Blütenstände der Pflanze. Die einzelnen Blüten sind schon voll ausgebildet, aber noch geschlossen. Vom Brokkoli kann alles gegessen werden: die Blütenknospen, die verzweigten Stiele darunter, die kleinen Blättchen und der Strunk. Damit Stiele und Strunk gleichzeitig mit den Röschen gar werden, empfiehlt es sich, sie zu schälen und am unteren Ende kreuzweise einzuschneiden. Das Gemüse ist keineswegs eine Errungenschaft der modernen Züchtung. Es kommt ursprünglich aus Kleinasien und war in Europa zunächst nur in Italien bekannt. Bereits in der Antike liebten die Römer Brokkoli über alles. Der Brokkoli, der jetzt bei Markant angeboten wird, kommt aus Italien und Spanien.

Tipps

Am besten al dente
Brokkoli braucht eine noch kürzere Garzeit als Blumenkohl – schon nach fünf bis zehn Minuten ist er bissfest gegart. Vorsicht: Bei zu
langer Kochzeit wird er schnell matschig und unansehnlich.

Am besten ohne Deckel
Damit der Brokkoli beim Kochen seine schöne grüne Farbe behält, sollte er bei hoher Temperatur ohne Deckel gegart und dann sofort aus dem Wasser genommen werden.

Ein Baum von Kohl
Der Name Brokkoli kommt vom lateinischen Wort „brachium“ für Arm oder Zweig und beschreibt die baumähnliche Wuchsform. Auch der italienische Name „il broccolo“ für Kohlsprossen deutet auf die Wuchsform hin.

Sofort genießen
Brokkoli sollte nicht lange liegen. Im Kühlschrank hält er sich ein paar Tage.