Minis mit viel Geschmack

Wenn es Tapas gibt, sind sie meistens mit von der Partie: Pimientos de Padrón, auch Bratpaprika genannt. Sie sind eine Spezialität aus Spanien, die man unbedingt kennenlernen sollte.

Pimientos de Padrón: Der spanische Name des Gemüses deutet auf die Region um das galizische Städtchen Padrón hin, in der diese besonderen Paprikaschoten ursprünglich kultiviert wurden. Zudem ist es der Name eines traditionellen Gerichts, das jeder Spanier gern isst: In einer Pfanne mit gutem Olivenöl werden die gewaschenen Schoten bei mittlerer Hitze braun gebraten, bis die Haut leichte Blasen bildet. Ist das Gemüse fertig, wird es mit groben Salzflocken gewürzt. Das Salz sollte nicht zu fein gemahlen sein, damit der Paprikageschmack und das Gewürz einzeln auf der Zunge wahrgenommen werden können.

Mit Gottes Segen
Paprika kamen bekanntlich mit den Seefahrern aus Amerika nach Europa. Was die Pimientos betrifft, sollen es Mönche des Franziskanerordens gewesen sein,

die in Mexiko einige Samen dieser Nachtschattengewächse sammelten und mit ins spanische Padrón brachten. In geduldiger Zuchtarbeit gelang es ihnen, die Pflänzchen an das ozeanische, viel feuchtere Klima zu gewöhnen. Noch heute findet im dortigen Franziskanerkloster jedes Jahr ein großes Fest zu Ehren der Bratpaprika statt, das Festa do Pemento de Padrón.

Grün und gesund
Wie alle Vertreter der bunten Gattung Paprika warten auch Bratpaprika mit allerlei gesunden Stoffen auf. Allen voran sei Vitamin C genannt, ebenso wie Kalium, Magnesium und Folsäure. Schale und Kerne können bei Bratpaprika mitgegessen werden. Die kleinen Schoten sind mild bis mittelscharf, und der Schärfegrad soll sogar an einer einzigen Pflanze variieren können. So kann es vorkommen, dass in einer Handvoll milder Bratpaprika ein Exemplar mit deutlich mehr Schärfe ist. Also: stets mit allen Sinnen genießen!