Für gute Stimmung

Besonders jetzt im Januar ist der saftige Genuss von Ananas ein Fest für Seele und Gaumen. Doch wer denkt, alles über diese Tropenfrucht zu wissen, der irrt womöglich.

Wie eine Ananas aussieht, weiß heute jeder. Sie ist wie die meisten Tropenfrüchte ganzjährig in der Obstabteilung zu finden. Doch die wenigsten wissen, wie eine Ananas eigentlich wächst. Die Pflanzen haben einen dünnen, niedrigen Stamm, an dem rosettenartig schmale Blätter wachsen. Die sind relativ fest und mit stacheligem, scharf gezähntem Rand ausgestattet. Der Blatttrichter funktioniert wie eine Art Wasserspeicher und fängt das kostbare Regenwasser auf. Aus der Mitte wächst in jedem Jahr eine große Blüte mit mehr als 100 Einzelblüten. Diese wiederum wachsen schließlich zu der Sammelfrucht, der Ananas, zusammen.

Mit praktischem Stoßdämpfer
Auf den Ananasfeldern stehen die Pflanzen dicht an dicht. Nach etwa neun Monaten sind die Früchte reif. Sie sind trotz robuster Schale recht druckempfindlich, werden deshalb per Hand geerntet und vorsichtig verladen.

Kopfüber liegen sie in ihren Transportkisten. Der Schopf am oberen Ende ist dabei ein guter Stoßdämpfer für den langen Weg aus den tropischen Gebieten der Welt nach Europa. Obwohl die Pflanzen verhältnismäßig anspruchslos sind, müssen die Böden regelmäßig gedüngt und vor Schädlingen und Krankheiten geschützt werden.

Der Clou sind die Enzyme
Ananas enthält besonders viel Vitamin C und gesunde Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Magnesium. Dadurch stärkt sie das Immunsystem und beugt besonders jetzt im Winter Erkältungen vor. Der echte Clou in der Ananas ist jedoch das Enzym Bromelain, das verdauungsfördernd, blutverdünnend und entzündungshemmend wirkt. Ebenfalls enthalten sind der Botenstoff Serotonin sowie die Vorstufe Melatonin. Sie sorgen für gute Stimmung und können Wintertrübsal im Nu verscheuchen.

Geschickt schälen
Blattschopf und Boden abschneiden. Frucht senkrecht hinstellen. Mit einem langen Messer die ledrige Schale und die „Augen“ abschneiden. Die Frucht zerteilen und den harten Bereich im Inneren herausschneiden.

Kultiger Klassiker
Der Fernsehkoch Clemens Wilmenrod stellte 1955 den Toast Hawaii in seiner Sendung vor. Bis heute hat die überbackene Toastbrotscheibe mit Schinken,  Käse und Ananas Kultstatus.

Vorher, nachher, immer
Ananas lässt sich vielseitig einsetzen – süß und pikant, im Dessert oder Salat, im Kuchen oder Smoothie, als Pizzabelag sowie zu Geflügel- und Fleischgerichten.

Reifeprüfung mit der Nase
Eine vollreife Ananas duftet am Stielansatz intensiv. Außerdem gibt die Schale auf Druck leicht nach.